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Bau-Aktivitäten in den deutschen Gebieten



15-Reesholm

Vor Ort werden die letzten Details geklärt

Die Halbinsel Reesholm lässt sich von der Beobachtungskanzel gut überblicken
Die schon länger beweidete Fläche wurde in den letzten Jahren, besonders aber 2010 verändert. Die Beweidung wurde durch Verlegung des Zaunes im Norden an den Wanderweg heran vergrößert, vor allem aber können die Rinder nun besser in die zentralen feuchten Flächen wandern. Auch einige Übergänge über Graben erleichtern den Zugang in die Schilfflächen. Hier sollen durch Beweidung das Schilf zurückgedrängt werden. Damit bekommen andere Hochstauden und Salzwiesenarten Luft und Licht zum Leben und Blühen.
Auf den kurzen Salzwiesen leben andere Tiere: hier wurden flache Gewässer angelegt und Grüppen verschlossen, um Schlammflächen oder frühjahrsüberstaute Wasserflächen herzustellen. Diese sind besonders für die Wiesenvögel interessant.

Das Testloch wird begutachtet
Der Bagger im Einsatz
Dieser Graben wird verschlossen und das Scilf gemäht

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16-Oehe-Schleimünde

Die Gallowayrinder fressen die Kartoffelrose

Die stark vergraste Halbinsel am Ende der Schlei wurde im Spätherbst 2006 wieder für eine Beweidung hergerichtet. Hierfür wurden im Norden und Süden rund 1000 Meter neue Zäune, teilweise bis ins Wasser hineinreichend gebaut.
Nun weiden hier auf der fast 100 ha großen Fläche anfänglich 40, heute nur noch 20 Galloway- Robustrinder mit Blick aufs Meer und Schlei-Fjord. Die Tierzahl richtet sich dabei nicht nach der Fläche sondern dem zur Verfügung stehenden Aufwuchs, also Gras und sonstigem Fressbaren. Die Rinder sollen über das ganze Jahr hinweg mit dem örtlichen Futter zurecht kommen, werden also nicht zugefüttert. Durch ihre Beweidung verringert sich langfristig das Nahrungsangebot, so dass jedes Jahr über die geeignete Tierzahl neu entschieden wird.
Zusätzlich zu den Zäunen wurde eine Wasserversorgung reaktiviert, um den Tieren ganzjährig Frischwasser zur Verfügung zu stellen.
Die Robustrinder haben in den vergangenen 4 Jahren exzellente Arbeit geleistet, indem sie die Altgrasschicht sehr gut abfraßen und zertraten. Als Dankeschön lugen und blühen nun neue Pflanzen, darunter auch vom Aussterben gefährdete Arten aus den Dünen, Strandwällen und Salzwiesen heraus. Auch schon lange vor sich hin kümmernde Pflanzenschätze erholen sich und blühen nun kräftig auf.
Dank des Pflegeeinsatzes der Rinder finden immer mehr Vögel wieder den Weg zur Vogelfreistätte Oehe-Schleimünde, ob als Rastvögel auf dem Weg zwischen Brut und Winterquartieren oder als geschützte Flächen für die Mauser im Spätsommer, oder auch als Winterquartier für jene, die es hier bei uns gemütlich finden.

Ein Blick von der Signalstation aus die wenig beweideten Südflächen
Die Blütenvielfalt kommt zurück

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17-Schwansener See

Schwarze Robustrinder auf den Salzwiesen

Die Landschaft zwischen Schwansener See und Ostsee erleben Sie am Besten von dem gut genutzten Wanderweg.
Auf der westlichen Seite zum See wurde 2006 die Einzäunung auf fast 4.000 Meter neu organisiert und eine ganzjährige Beweidung mit Galloway-Robustrindern auf gut 30 ha gestartet. Ihre Aufgabe ist es, das Gras für die Wiesenvögel wie Kampfläufer und Rotschenkel kurz zu halten. Gleichzeitig wurde 2006 eine Baukampagne über mehrere Jahre begonnen. Die Arbeiten fanden 2006, 2008 und 2010 statt, um die Natur sanft und vorsichtig mit gezielten Arbeiten zur Verbesserung des natürlichen Wasserhaushaltes zu unterstützen.
Dabei wurden fast 200 Meter Gäben geblockt und etliche Drainagen unterbrochen. Zusätzlich wurden viele dauerhafte und temporäre Wasserflächen geschaffen. Die positive und beinah auf den Bagger folgende Reaktion der Vögel zeigte uns den richtigen Weg.
Auch der kleine Tierbestand an Kreuzkröten, einer seltenen Amphibienart in Küstennähe, erhielt Unterstützung. Es wurden Hilfsmaßnahmen für die Aufzucht der Eier bis zum Kaulquappenstadium und der Metamorphose durchgeführt, die Laich- und Sommergewässer verbessert und Winterquartiere gebaut. Den Erfolg hören Sie in feuchten, windstillen Mai- und Juniabenden nach Sonnenuntergang, lauschen Sie vom sicheren Weg: die Kröteriche rufen laut genug. 
Der Strandwall wird seit Herbst 2010 von den Galloway-Rindern beweidet. Sie sollen dabei helfen, die Kartoffelrose, die sich hier alles andere verdrängend ausbreitet, etwas im Zaum zu halten. Dann sollen sich auch wieder andere, heimische Pflanzen des Strandwalls hier ausbreiten, den nachtaktiven Kröten als Sommernahrungsplatz dienen und den Seeschwalben auf dem Steinstrand eine sichere Brutmöglichkeit bieten. Klapptore und Fahrradpassagen auf dem Wanderweg regeln den „Arbeitsverkehr mit den Rindern“ zwischen ihren Weideflächen und den zahlreichen Besuchern im Gebiet. Respektieren Sie bitte diese friedfertigen Tiere – sie machen nur ihren Job, danke.

2008 wurden die Nordflächen vernässt
2010 gingen die Arbeiten weiter
Das Brutfloß wurde 2008 auf den See gebracht

17-Bilder_02

Die Kartoffelrose wurde von den den Rindern gefressen, am Weg steht sie noch
Der kleiner Wall staut das Wasser flach auf
Das Klapptor ermöglicht den Rindern die Passage des Wanderweges an den Strandwall
Diese Schilfkulisse wurde zugunsten der Wiesenvögel abgefressen
Dieses flache Wasser wurde schnell von vielen Vögeln angenommen
Erste Teiche wurden 2008 gegraben

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18-Kleiner Binnensee

Frisch geflutete Bereiche für Watvögel

Das Gebiet um den Kleinen Binnensee bei Behrensdorf zeichnet sich durch eine Vielzahl an Naturschönheiten aus. Der Strandwall und Düne wird jedes Jahr von den Ostseewellen neu geformt. Der Binnensee und die sich nach Süden anschließenden Salzwiesen sind ein großes Paradies für Vögel. Doch auch hier gibt es Verbesserungsmöglichkeiten.
Hierzu wurden im Spätsommer 2010 die Salzwiesen im Süden stärker vernässt. Die großen Entwässerungsgräben werden verblockt und die kleinen Prielstrukturen wieder an das Wasser des Binnensees angeschlossen. Nun schwappt das Wasser auch in die Salzwiesenflächen. Und damit alles kurz gefressen bleibt, wurden die abgezäunten Einzelflächen zu einer großen Weide zusammengelegt und einheitlich mit Schottischen Hochlandrindern gepflegt. So erfreuen sich auch die Watvögel und Gänse an den attraktiven Futterflächen, und Kiebitz und Rotschenkel haben die Fläche zum Brutgebiet erklärt.
Im Norden wird durch eine Kooperation zwischen dem Deichverband und der Stiftung Naturschutz die Deichvorlandsfläche großräumig beweidet. Die Schottischen Hochlandrinder fressen nicht nur das Schilf kurz sondern befreien auch die Trockene Vegetation um Sibirien herum von Streu und Altgras. So können Natternzunge, Tannenwedel und Hundsveilchen wieder erblühen.

Das Luftbild schafft Orientierung und Anregung zugleich
Das gemähte Schilf schafft den den Gänsen Freiraum und Sicherheit
Ein gut modellierter Teich vor Dem Regen
Der Kleine Binnensee aus der Vogelperspektive
Gräben werden mit Erde verfüllt
Wenige Zentimeter reichen aus...
Überprüfung der Karte und örtlichen Situation

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19-Sehlendorfer Binnensee

Die Robustrinder bei der Arbeit
Der Binnensee ist ein wichtiger Vogel-Treffpunkt

Der Sehlendorfer Binnensee zwischen Hohwacht und Sehlendorfer Strand ist eine der letzten Lagunen Schleswig-Holsteins mit einer freien Verbindung zur Ostsee. Zum Erleben dieses Kleinods gibt es viele Möglichkeiten, wandern Sie einfach auf dem Weg zwischen den Orten, und die Attraktionen sind für Sie dort aufgefädelt.
Die zotteligen Hochland-Rinder mit ihren imposanten Hörnern arbeiten hier schon länger, und genießen ihre Jahre an der Lagune. Sie halten das Gras der Salzwiesen kurz und lichten die Hochstauden-Schilfgebiete für die Strandaster auf.
In den letzten Jahren hat sich hier einiges getan: die größte Veränderung war 2007 mit dem Rückbau des ehemaligen Campingplatzes Tivoli auf über 6 ha Fläche, nun haben die seltenen Pflanzen Stranddistel und Sandlieschgras die Flächen für sich zurück erobert. Dazu gesellen sich immer wieder Austernfischer als Brutvogel. Ganz besonders freuen sich aber die beiden seltenen Küstenamphibienarten Kreuzkröte und Wechselkröte auf dieses natürliche neue Plätzchen. Sie haben hier ein neues Zuhause gefunden und fühlen sich richtig wohl. Die hier neu angesiedelten Amphibien leben in den frühjahrsgefüllten Dünentälchen und haben sich 2010 zum ersten Mal erfolgreich vermehrt. Im Sommer zieht es die nachtaktiven Kröten an den Strand, um dort die kleinen Strandfliegen zu verputzen, welch fantastische Zusammenarbeit für einen schönen Strandgenuss am Tage. Dann nämlich sind die Tiere in ihrer Trockenrasen-Düne tief im Sand vergraben. Eine Begegnung ist daher sehr unwahrscheinlich. Im Winter steht den Amphibien der wegbegleitende Steinwall zur Verfügung, wenn sie sich vor den Wintertemperaturen verstecken wollen.
Den Erfolg der Ansiedlung hören Sie in feuchten, windstillen Mai- und Juniabenden nach Sonnenuntergang, lauschen Sie vom sicheren Wege aus: die Kröteriche rufen laut genug. 
Insgesamt wurden am Sehlendorfer Binnensee über 5000 Meter Zäune erneuert oder neu gezogen, um den Robustrindern ihre Arbeit zu ermöglichen.
Dazu fanden im Westen einige Vernässungsarbeiten statt: hier wurden 530 Meter Gräben angestaut und insgesamt über 10.000 m² Wasserflächen als Teiche, temporäre Überflutungsflächen oder Dünentälchen angelegt. Damit soll die natürliche Wassersituation wieder hergestellt werden.
Die vielen Rast und Brutvögel an der Lagune und ihren umgebenden Röhrichtflächen  und Salzwiesen danke es: schauen Sie von der zentralen Vogelplattform und genießen das Geschnatter und Geflatter.   

2007 wird die ehemalige Düne renaturiert: Profelierung von Strandwällen und Dünentälchen
Die Trockenrasenpflanzen erobern ihr Gebiet zurück
Die offizielle Einweihung des neuen Wanderweges
Ein Steinwall soll den Kröten sichere Winterverstecke bieten
Im Nordwesten finden Vernässungen der Salzwiese statt
Im Norden werden auch Gräben verschlossen, um das Wasser in der Fläche zu halten
Manchmal muss man nacharbeiten...
Seit 2007 werden Kreuz- und Wechselkröten ausgesetzt: Freiwillige Helfer unterstützen

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20-Weißenhäuser Broek und Wesseker See

Schaftsdraht soll die Rinder vor Hunden schützen
Schottische Hochlandrinder sind neugierig, aber scheu

Das Gebiet beinhaltet zwei unterschiedlichste Teilflächen: die Düne Weissenhäuser Broek direkt am Ostseestrand sowie der Wesseker See als Teil des Oldenburger Grabens als große, anthropogen beeinflusste Wasserfläche einer ehemaligen Lagune. Die Dünenflächen sind in öffentlichem und privatem Eigentum. Nachdem der Projektträger Anfang 2007 mit rund 2800 Meter neuem Zaun rund 16 ha nach über 20 Jahren wieder in eine Pflegebeweidung genommen hat, ist der Privateigentümer, mit Unterstützung, dem Beispiel gefolgt. Jeden Winter haben die Rinder nun der Streu und Altgras zugesetzt und Licht und Luft an den Dünenboden gebracht. Die immer farbenfrohere Vegetation macht diese Arbeit für jeden sichtbar. Daneben knabbern sie auch tatsächlich an der Kartoffelrose, ein unerwünschter Eindringling auf den Sandflächen. Der nette sommerliche Anblick täuscht häufig über die erfolgreiche Verdrängung aller anderen einheimischen Pflanzen hinweg, daher ist diese Rose hier nicht gerne gesehen. Durch Rindertritt und -fraß werden die Bestände lichter und auch für andere Pflanzen wieder besiedelbar. Die Erfolge stellen sich langsam, aber beständig ein, wir haben Geduld und müssen nicht kostspielig mechanisch nachhelfen.
Dieser nun optimierte Dünenstreifen hat durchaus auch Wechselkrötenpotential. Mit der begonnenen Renaturierung von Dünentälchen steigerte sich dieses Potential, und soll mit weiteren Renaturierungen sowie Krötenaussetzungen vollendet werden.

Am Wesseker See wurden letzte Privatflächen aufgekauft. So konnte die letzte verbleibende Reetmahd nachhaltig beendet werden und die Fläche nun für Tüpfelsumpfhuhn, Wiesenweihe und Rohrdommel reserviert werden. Selbstverständlich gliedern wir uns mit diesen Maßnahmen in das großräumige naturschutzfachliche Entwicklungskonzept des Kreises Ostholstein für den Oldenburger Graben ein.

Ein Dünentälchen wird renaturiert
Das zweite Dünentälchen hat mehr Sandflächen
Endlich beginnt die Weidesaison: Mit Schnee!
Zaunbau ist die erste Maßnahme für die Beweidung
Über solch nasse Flächen erfreuen sich viele Vögel im Frühjahr
Im Sand ist die dominierende Blütenfarbe Gelb

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21-Eichholzniederung

Rindermäuler fressen alles, auch den Kriechenden Sellerie

Die Lagune “Eichholz“ ist durch einen natürlichen Strandwall von der Ostsee getrennt. Bei Stürmen und hohen Wellen schwappt immer wieder frisches Salzwasser aus der Ostsee herein. Die Salzwiesen waren lange Zeit von Schilf überwuchert. 2007 wurden die Flächen der Stiftung Naturschutz neu eingezäunt und für die Beweidung mit Robustrindern der Rasse Belted-Galloway hergerichtet. Die Aufgabe dieser Tiere ist nun, das Schilf aufzulockern und die Salzwiesen kurz zu halten.
Die natürlichen Wasserverhältnisse in diesen Salzwiesen wurden ebenfalls verbessert. Ein Bagger hat hierzu über 700 Meter Gäben verblockt und angestaut. Dauerhafte oder zeitweilige Wasserflächen  sind so neu entstanden. Das Wasser der umgebenden Flächen rieselt nun auf der Oberfläche der Wiesen zum großen Strandsee. Viele feuchteliebende Pflanzen reagieren darauf mit dem charakteristischen büschelartigen Wachstum, Bulte genannt. Viele Vögel, von Kiebitz, Rotschenkel bis zu Gänsen, die Sie vom Weg aus gut beobachten können, freuen sich über diese Veränderungen. 

2007 begannen die Arbeiten für Wasserflächen
Die Eichholznierderung aus der Vogelperspektive
Die erfolgreiche Anpflanzung vom Kriechenden Sellerie
Rinder am Wasser vor dem Ferienzentrum
Nach zwei Monaten sah alles wieder grün aus
Eine nasse Salzwiese mit Bulten und Wasser - gelungen

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22-Südwest Fehmarn

2010 wird die Lagune renaturiert
Das Baggergut wird sofort abtransportiert
Das Wasserregime wird einfach und klar gesteuert
Die Baggerarbeiten gehen vorsichtig und behutsam voran
Die Schilfmulde wird ausgebaggert
Einige alte Teiche werden wieder saniert
In manchen Tümpeln sind auch alte Müllreste vergraben
Konik-Pferde halten das Schilf kurz: Es gibt noch viel zu tun
Vorher gerettete Pflanzen werden wieder in den Teich zurückgesetzt, so sind gleich Struktukren vorhanden
Alle Projektgebiete werden mit LIFE-Schildern gekennzeichnet

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23-Grüne Brink

Die neue Zaunlinie gibt den Rindern freien Zutritt an die Ufer
Ein neuer Teich bietet den Kröten ein neues Zuhause
Seit 2008 ist auch die vordere Fläche auf dem Weg zu einer guten Salzwiese

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24-Sundwiesen

Eine Wiese in diesem Gebiet ist die Heimat des seltenen „Kriechenden Selleries“ oder „Kriechenden Scheiberichs“, in der Biologen-Fachsprache „Apium repens“.  Diese in Europa seltene und geschützte Pflanze hat hier ihren einzigen Standort in Schleswig-Holstein.
Die von Rindern und Pferden beweidete Fläche wurde von der Stiftung Naturschutz aufgekauft und wird weiterhin an örtliche Landwirte verpachtet. Die Beweidung ist eine wichtige Pflege für das Überleben der Pflanze und muss daher weitergeführt werden.
Weitere Projekt-Maßnahmen sind hier nicht vorgesehen.
Die Universität Hamburg hat Untersuchungen zur Lebensweise der Pflanze und ihre besonderen Ansprüche vorgenommen. Mit diesen Ergebnissen wurden an 3 neuen Standorten neue Pflanzen aus der Aufzucht der Universität, ausgepflanzt. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Ausgehend von diesen Versuchen der letzten Jahre unternimmt das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) nun weitere Auspflanzungen in Küstengebieten. Damit kann diese Art in Zukunft –hoffentlich- als gerettet bezeichnet werden.

25-Neustädter Binnenwasser

Die Vordeichs-Schilffläche wird gemäht
Die Zugänglichkeit im Ostbereich wird verbessert

Das Projektgebiet Neustädter Binnenwasser hat sich seit 2007 stark verändert: Mit über 10.000 Meter Zaunlänge wurde die ehemalige Mähfläche für eine Beweidung mit den robusten Schottischen Hochland - Rindern vorbereitet. Dabei wurden viele Gäben in der entwässerten Niederung eingezäunt. Seit dieser Zeit weiden rund 100 Tiere auf den verschiedenen Flächen. Ziel der Beweidung ist hier eine Verbesserung für die Wiesenvögel und die entwässerte Niederung.

Vor dem Damm ist das dichte Schilf der ehemaligen Salzwiese mit Hilfe der Rinder schon sehr gut aufgelockert worden. So sind auf den kleinen Hügeln etliche ehemalige Ameisenhügel freigelegt worden, die hier niemand vorher vermutet hätte. Auch einige seltene Pflanzen, die die lange Schilfphase überdauert haben, zeigen nun wieder ihre Blüten. Im Herbst 2010 wurde zur Unterstützung der Rinder eine Teilfläche des Schilfes gemäht. Damit können die Rinder noch besser in die Schilfflächen eintreten und die frischen Austriebe verbeißen.

Die natürlichen Wasserverhältnisse könnten nur mit größeren Maßnahmen außerhalb des Projektes verändert werden. Im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten wurden rund 1800 Meter Gäben angestaut und geblockt. Somit wird die Entwässerung verzögert und das Wasser oberflächlich langsamer abgeführt. Rund 17.000 m² Wasserflächen wurden so angelegt, diese halten das Wasser ganzjährig oder nur zeitweise, so dass im Frühjahr viele Schlammflächen für die Vögel zur Verfügung stehen.

Östlich der Bahnlinie wurde der Damm zu der kleinen festen Insel verstärkt. So können die Rinder besser zwischen den einzelnen Weideflächen wechseln. Auch die blütenreichen Hochstaudenflächen in den feuchten Niederungen können die Rinder besser beweiden, denn die Blumen brauchen viel Luft und Licht, andernfalls würden sie vom Schilf überwuchert.

 

Die Grabenübergänge werden trittfest gemacht
Da sieht man die Fress-Arbeit vor Schilf nicht...
Die Mähraupe zieht ihre Bahnen

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